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Kaffee mit Wasser

Wenn ihre Hand vor 30, 40 Jahren unter dem Kinn ruhte, und das tat sie oft in dem Café, dann nur, um dem Gesicht ein Podest zu geben. Der Adlernase, den Bögen über ihren blauen Augen. Heute liegen die Finger über dem Mund der Frau, kaschieren die Risse der Zeit, die ihre grellroten Lippen umrahmen. Die Ellenbogen aufgestützt, sitzt sie in dem Café, starrt ins Leere. Zurück in der Stadt. Daheim. Einige Tische sind besetzt, am Tresen warten Menschen. Ist das noch ihr altes Lokal, ihr zweites Zuhause? „Kaffee mit Wasser“ weiterlesen

Lesung bei der Veranstaltung „238 Kilo Kunst“

Am 8. Mai 2014 findet der Auftakt zur Veranstaltungsreihe „238 Kilo Kunst“ statt, präsentiert vom Atelier am Alsterfleet und dem Café Hüftgold. Euch erwartet ein Abend mit Malerei und Fotografie von Simone Franke, Malerei von Ellen Jansen, Schmuckdesign von Clementine Schmodde und einer Lesung. Genauer gesagt: meiner Lesung. Ich werde meinen Kurzkrimi „Schutzgeld am Imbisstresen“ vortragen und die im April erscheinende Kurzgeschichte „Dauergast in Darjeeling“.

Erste Schritte als Selbstverlegerin

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Lieber klein anfangen, hatte ich mir gedacht. Ohne Eintrag ins Handelsregister. Und so habe ich zwei einzelne ISB-Nummern für (Selbst-)Verlage mit „absehbar einmaliger Verlagsproduktion“ bei der Agentur für Buchmarktstandards bestellt.

Doch auch die einfachste Variante geht mit gesetzlichen Pflichten einher. Als Hamburger Selbstverlegerin musste ich zwei Exemplare meines frisch gedruckten Kurzkrimis „Schutzgeld am Imbisstresen“ bei der Deutschen Nationalbibliothek in Frankfurt einreichen und ein weiteres bei der Landesbibliothek Hamburg.

Nächster Schritt: Ich wollte den Kurzkrimi ins Verzeichnis Lieferbare Bücher (VLB) aufnehmen lassen, das Rechercheinstrument des Buchhandels. Als Formularmuffel hatte ich mich schon ein Weilchen davor gedrückt. Fragen über Fragen. Habe ich eine Verkehrs-/Kennnummer? Nenne ich mein Pseudonym? Eine weitere Frage lugt plötzlich um die Ecke: Will ich wirklich noch Selbstverlegerin sein?

Die Antwort lautet ja. Ich schätze die Unabhängigkeit und finde es spannend, mich in ein neues Themengebiet einzuarbeiten. Anfangshürden inklusive :-)

Picknick am Stadtstrand

Sie sitzt im Sand, die Knie angezogen, schmale Hände umklammern verblichenen Jeansstoff, ihr Blick folgt den neoprenverhüllten Surfern. Die Septembersonne schleudert ihre Strahlen vom Himmel, als wolle sie das Mittelmeer austrocknen. Drei Stunden und sieben Minuten hat ihr Zug von Valencia hierher gebraucht, das sind 11.220 Sekunden, die die Frau durch schmutzige Scheiben gestarrt hat, gefangen im Gedankenkäfig.

‚Hätte ich ihn wirklich in der Pension zurücklassen sollen? War es richtig, einfach zu gehen?‘

„Picknick am Stadtstrand“ weiterlesen

Moin.

Herzlich willkommen bei Wort-Dock!

In meinem Blog soll es gehen um Erdachtes, Fotografiertes und meine Aktivitäten als Kurzgeschichten-Autorin. Was erwartet Euch in den einzelnen Kategorien?

Texte: Leseproben, Szenen, die eine oder andere Kurzgeschichte.

Fotos: Bilder aus Hamburg (überwiegend) sowie von der Nord- und Ostseeküste. Auf bestimmte Motive lege ich mich nicht fest, aber Hafen- und Industrienahes werdet Ihr hier sicherlich häufiger finden…

Aktuelles: Was erlebe und plane ich als Kurzgeschichten-Autorin?

Und woher kommt die Bezeichnung Wort-Dock? In einem Dock im Hafen werden Schiffe trockengelegt, um am Unterwasserschiff arbeiten zu können. Ich wiederum mag den Hafen, und ich werkle gerne mit Wörtern herum. Geboren war der Name: Wort-Dock.

Viel Spaß beim Lesen und Anschauen!