Das war – das kommt

Liebe Leserinnen und Leser,

vielleicht verfolgt Ihr meine Beiträge regelmäßig, möglicherweise schaut Ihr hin und wieder auf meiner Seite vorbei oder seid sogar erstmals hier. Wie auch immer: Ich freue mich sehr darüber. Vielen Dank, dass Ihr mein Blog besucht und meine kreativen Projekte begleitet!

Das neue Jahr ist erst wenige Tage alt – es ist Zeit für eine Rückschau und einen kurzen Ausblick. Woran habe ich 2016 gearbeitet?

  1. Ich habe meine Collagen sowie meine Kurzgeschichten „Dauergast in Darjeeling“ und „Spraydosen im Reihenhaus“ im März beim kreativen Festival „Hamburg zeigt Kunst“ in der Fischauktionshalle ausgestellt. Es war eine tolle Veranstaltung, an die ich mich gerne erinnere.
  2. Im Juni habe ich mir endlich den Traum vom eigenen Atelier erfüllt! Meine Kunst-Werkstatt „Wort-Dock“ ist ein schöner, heller und inspirierender Raum bei mir zu Hause, in dem ich ganz in Ruhe und jederzeit arbeiten kann.
  3. Ich habe meine Kurzgeschichte „Wolkenorakel“ auf diesem Blog veröffentlicht. Einen weiteren Text habe ich begonnen, im Sommer aber vorerst beiseite gelegt. Fortsetzung folgt…
  4. Im Juni habe ich meine Serie „Bierdeckel-Collagen“ ins Leben gerufen. Ich erstelle surreale Collagen auf runden Bierdeckeln und bin immer wieder begeistert davon, welche Möglichkeiten dieses kleine Format bietet! Mittlerweile habe ich zwölf Bierdeckel-Collagen auf dieses Blog gestellt und einige weitere warten noch darauf, hochgeladen zu werden.
  5. Ich habe etliche Oldtimer-Fotos auf meinem zweiten Blog Asphalt-Zeitreise veröffentlicht.
  6. Vor allem im vierten Quartal habe ich Notizbücher für meinen Onlineshop „Wortbann“ auf der Handelsplattform Dawanda gebastelt beziehungsweise mit schönen Papieren (aus Japan und Italien) verziert.

Für 2017 stecke ich voller Pläne: Ich will schreiben, wieder deutlich mehr fotografieren als 2016, Collagen erstellen, außerdem zeichnen und an neuen Notizbüchern werkeln. Alles Weitere ist noch nicht spruchreif… aber ich halte Euch natürlich hier auf dem Laufenden.

Bis bald!

Eure

Tina Anastassiou

Werkstatt-Bericht

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Moin. Heute erzähle ich Euch mal wieder von meinen aktuellen Projekten. Das Wichtigste vorweg: Ich arbeite sehr, sehr gerne in meinem neuen Atelier und freue mich wahnsinnig, dass ich mir diesen schönen Raum endlich eingerichtet habe!

  1. Seit einigen Monaten schreibe ich wieder regelmäßig – auch wenn im Job viel zu tun ist. Und zwar vor der Arbeit, denn dann habe ich den Kopf noch frei. Im Moment sitze ich an einer neuen Kurzgeschichte…
  2. Im Juni habe ich meine Kurzgeschichte „Wolkenorakel“ zusammen mit einem dazu passenden, doppelt belichteten Foto hier veröffentlicht. Es ist der fünfte Text in dieser Reihe – nach „Mittlebensgespenster“, „Restzweifel“, „Fragen stellen“ und „Kneipengespräch“.
  3. Ich arbeite an einer neuen Collagen-Serie: den Bierdeckel-Collagen. Träger sind alte, einseitig bedruckte, runde Bierdeckel. Ein total spannendes Format, wie ich finde, das viele gestalterische Möglichkeiten bietet! Inzwischen bin ich bei der Bierdeckel-Collage #14 (…und die Papierschnipsel fügen sich wie von selbst zu immer neuen Bildern zusammen).
  4. In den vergangenen Monaten habe ich neue Oldtimer-Fotos auf mein zweites Blog Asphalt-Zeitreise gestellt (wenngleich es aus beruflichen und wetterbedingten Gründen nicht allzu viele waren).

Bis bald!

Wolkenorakel

Wolkenorakel

Stürzte die Seebrücke ein, stünde sie auf Wolkenbeinen? Die Frau sitzt im Sand, Kopf im Nacken, stellt sich vor, das Bauwerk neben ihr balancierte auf Wolken statt auf mächtigen Betonpfeilern. Stimmenfetzen von schräg oben, Lachen. Zwei Funktionsjackenträger im Partnerlook posieren Arm in Arm am Holzgeländer, Um-die-Wette-Grinsen im Selfiewahn.

Wenn Beton das Dauerhafte symbolisiert, das Stabile, Selbstverständliche, was bedeuten dann die Himmelsgebilde? In ihrer Sonntagsfantasie tänzelt die Frau wie auf Wolken durch den Arbeitstag, statt fünfmal pro Woche ins Institut zu schlurfen, als zerrte sie Betongewichte hinter sich her. Sie denkt an ihren Job im Labor, der sie schon lange nicht mehr ausfüllt. An Krankheiten, die alle Pläne zunichte machen. Denkt an dieses fragile Gerüst eines Lebens, das auf einmal zusammenbrechen kann. Und dann fehlt vielleicht die Zeit, etwas anderes zu tun. Die Frau ringt um Alternativen zur Stelle im Institut, aber ihr fallen keine ein, denn sie beherrscht vieles ein bisschen und nichts richtig außer ihrem Fachgebiet. Noch immer sitzt sie im Schatten der Seebrücke, starrt auf die Wolkenbeine. Versucht, in ihnen ein Zeichen dafür zu sehen, dass ihr eigener Ausstieg trotz unsicherer Bedingungen ein stabiles Fundament bilden kann.

Aber hätte sie den Job im Institut nicht, könnte sie sich nicht einmal diesen Ausflug an die Ostsee leisten. Da ist es wieder, dieses verdammte Sicherheitsgefühl! Plötzlich fällt ihr auf, dass zu ihrer Linken ein Betonpfeiler in die Luft ragt, der den Bau mit seinen steinernen Kollegen trägt – von wegen Wolkenbeine. Wie lang mag die Seebrücke wohl sein, was wiegen, wie viele Beton- oder Stahlbetonpfeiler mit welchem Mindestdurchmesser erfordern? Und wie tief müssen diese im Boden verankert sein? Solche Fragen würden die anderen Weißkittel im Labor wohl auch stellen. Vielleicht passt sie doch ganz gut dorthin. „Veränderungen brauchen mehr als ein Wolkenorakel“, murmelt die Frau. Steht auf, verlässt den Strand. Morgen früh muss sie um halb neun im Labor sein.

Kunst in der Fischauktionshalle

HKZ 2016

 

 

 

 

 

 

 

Am gestrigen Samstag habe ich meine Collagen und zwei meiner Kurzgeschichten im Rahmen des kreativen Festivals „Hamburg zeigt Kunst“ in der Fischauktionshalle ausgestellt. Es war eine sehr schöne Veranstaltung mit vielen interessanten Gesprächen in einer tollen Location. Ich danke allen Besuchern an meinem Stand und hoffe, dass der Tag Euch beziehungsweise Ihnen ebenso gut gefallen hat wie mir!

Die beiden zusammen gestellten Fotos oben zeigen meinen Stand – während des Aufbaus und im fertigen Zustand :-)

Gruppenbild

Moin. Die unten abgebildete sowie weitere Collagen könnt Ihr am Samstag (5. März) an meinem Stand bei der Veranstaltung „Hamburg zeigt Kunst“ in der Fischauktionshalle in Hamburg-Altona sehen. Von 11.30 bis 19.00 Uhr. Außerdem bringe ich meine Kurzgeschichten mit. Vielleicht sehen wir uns ja an meinem Stand… Ich würde mich sehr freuen!

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Gruppenbild. Collage auf Karton / Holz, ca. 49,8 mal 36,8 Zentimeter

Terminhinweis: Hamburg zeigt Kunst

Am 5. März findet das kreative Festival „Hamburg zeigt Kunst“ von 11.30 bis 19.00 Uhr in der Fischauktionshalle in Hamburg statt, und ich werde dort zum ersten Mal meine Collagen und Kurzgeschichten ausstellen.

Die Veranstaltung bietet allen Künstlern beziehungsweise künstlerisch Aktiven die Möglichkeit, ihre Arbeiten und Projekte zu zeigen – es wird bestimmt ein spannender Tag!

Ich würde mich sehr freuen, wenn Ihr an meinem Stand vorbeischautet!

Zum Abschluss noch mal die Adresse: Fischauktionshalle Altona, Große Elbstraße 9, 22767 Hamburg.